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Daumensattel­gelenksarthrose

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Hintergrund

Die Arthrose (=Verschleiß) des Daumensattelgelenkes (Rhizarthrose) ist wegen der komplexen Anatomie und der besonderen Beanspruchung des Daumens in verschiedenen Ebenen die häufigste Arthrose des menschlichen Körpers. Neben Belastungs-, teilweise auch Ruheschmerzen, fällt bei der Rhizarthrose eine Kraftminderung für z.B. den Schlüssel- oder Spitzgriff auf. Später kommt eine zunehmende Kontraktur hinzu, welche insbesondere zu einer sehr störenden Abspreizbehinderung des Daumenstrahles führen kann.

Informationen zur Operation

Wann operieren?

Anfänglich sind durchaus konservative Maßnahmen erfolgversprechend. Da diese aber die Rhizarthrose nicht beseitigen, kommen die Beschwerden meist früher oder später wieder und machen bei entsprechenden Beschwerden eine Operation erforderlich. Der Operationserfolg kann u.U. durch ausgeprägte voroperative Bewegungseinschränkungen (Kontrakturen) des Daumenstrahles negativ beeinträchtigt werden.

Was passiert bei der OP?

Die sogenannte Suspensionsplastik hat sich als Operationsverfahren der Rhizarthrose am meisten bewährt und gilt als „Goldener Standard“. Dabei wird der zerstörte Gelenkanteil (das große Vieleckbein) über einen kleinen Schnitt entfernt und die Basis des Daumenstrahles durch eine Kapselraffnaht (heute nur noch selten mittels eines Teils einer Sehne) stabilisiert. Im Vergleich zu versteifenden Verfahren liegt der Vorteil dieser Methode in der Bewegungserhaltung des Daumenstrahles.

Nachbehandlung

Nach etwa dreiwöchiger Gipsruhigstellung erfolgt die physiotherapeutische Nachbehandlung mit Mobilisation und Kraftaufbautraining, wobei die Rehabilitationsphase durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Bestand vor der OP bereits eine ausgeprägte Kontraktur bzw. Bewegungseinschränkung des Daumenstrahls, so muss ggfs. zusätzlich eine Schienenbehandlung veranlasst werden.