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    Arthrose des Grosszehen­grundgelenkes

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    Hintergrund

    Die Arthrose des Großzehengrundgelenks (Hallux rigidus) ist eine degenerative Gelenkerkrankung. Hierbei kommt es zu einer Zerrüttung und Höhenabnahme des gelenkbildenden Knorpelgewebes im Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus). Mit zunehmender Ausdünnung des Gelenkknorpels und anschließend freiliegendem Knochen werden die Bewegungen im Gelenk schmerzhaft. Jeder Mensch entwickelt Arthrosen. Etwa ab dem 65. Lebensjahr gibt es praktisch keinen Menschen mehr ohne degenerative Veränderungen.

    Informationen zur Operation

    Wann operieren?

    Der Hallux rigidus führt zu einer sichtbaren Verformung und Verdickung des Gelenkes, welche im geschlossenen Schuh Druckbeschwerden verursachen kann. Darüber hinaus ist ein derart geschädigtes Gelenk bewegungseingeschränkt und schmerzhaft, was sich v.a. beim Laufen (Abrollen) unangenehm bemerkbar macht. Der Patient kann in fortgeschrittenen Fällen von Hallux rigidus seinen Fuß nicht mehr vernünftig abrollen. Die Großzehe wird unbewusst entlastet, der Fußaußenrand kommt vermehrt unter Belastung, was sich wiederum auf die gesamte Bewegungskette des Beines (Knie, Hüfte, untere Lendenwirbelsäule) negativ auswirken kann.

    Was passiert bei der OP?

    In nicht ganz so weit fortgeschrittenen Fällen von Hallux rigidus kann eine sogenannte Arthroplastik hilfreich sein, bei der die störenden Knochenanbauten abgetragen und ggf. zusätzlich noch ein keilförmiger Knochenschnitt zur Verbesserung insbesondere der Streckfähigkeit durchgeführt werden. In solchen Fällen ist eine sofortige Vollbelastung nach der OP erlaubt. Wichtig ist dann eine intensive krankengymnastische Beübung des Gelenkes in der Hand einer(s) in der manuellen Therapie erfahrenen Krankengymnastin(en). In fortgeschrittenen, sehr kontrakten Fällen ist die Arthrodese (Versteifung) des Gelenkes die erste Wahl.

    Nachbehandlung

    Der Fuß kann nach Abheilung normal belastet werden. Eine spätere Unterstützung z.B. mittels einer Schuhzurichtung (Ballenrolle) macht sowohl bei nicht operierten Fällen wie auch postoperativ i.d.R. Sinn.