Morton Neuralgie

Morton-Neuralgie

Die Morton-Neuralgie auch Morton Metatarsalgie oder Morton Syndrom, ist eine schmerzhafte Erkrankung im Bereich der Füße, einhergehend mit kolbenförmiger Verdickung (sog. Neurom) zwischen den Köpfchen der distalen Mittelfußknochen. Sie tritt meist zwischen Zeh III und IV auf, seltener zwischen II und III.

Das Morton-Neurinom ist für „giftige“, plötzlich einschiessende oder elektrisierende Schmerzen im Vorfussbereich verantwortlich. Manche Patienten müssen sofort ihre Schuhe ausziehen, um sich durch eine Massage der Fusssohle Linderung zu verschaffen. Häufig wird über eine Hyposensibilität im Schmerzbereich berichtet. Treten Schmerzen oder/und Hyposensibilität in anderen Zwischenzehenräume auf, besteht dringender Verdacht auf eine periphere Polyneuropathie (z. B. bei Diabetes mellitus). Dann ist auf jeden Fall eine neurologische Abklärung zu empfehlen.

Behandlung
Einige Patienten reagieren gut auf eine Einlagenverordnung mit einer retrokapitalen Abstützung zur Entlastung der sensiblen Nerven an ihrer Teilungsstelle, besonders bei zusätzlich vorhandener Abflachung des Quergewölbes. Möglich ist auch eine Infiltration des Schmerzpunktes durch ein Lokalanästhetikum mit etwas Kortisonzusatz. Wenn diese Massnahmen nicht ausreichen, sollte mit dem Patienten die operative Entfernung des verdickten Nervs besprochen werden. Der Patient sollte sowohl über die allgemeinen Risiken als auch über Restbeschwerden in Form von Phantomschmerzen informiert werden, die teilweise sehr unangenehm sein können.