Krallen- und Hammerzehen

Bei der Krallen- und Hammerzehe handelt es sich um eine Fehlstellung der Zehen durch Kontraktion der Beuge- und Streckmuskulatur des Fusses. Die Folgen sind oft Druckbelastungen im dorsalen Bereich der Zehengelenke, Clavi, Läsionen usw.

Bei der Krallenzehe erreichen die Zehenkuppen oft den Boden nicht, das Zehengrundgelenk kann luxiert sein, d.h. die Zehe weicht aus dem Grundgelenk.

Die Hammerzehe stellt die häufigste Zehendeformation dar. Es besteht eine Hyperextension im Metatarsophalangealgelenk (MTP) und im distalen Interphalangealgelenk (DIP), Hyperflexion im proximalen Interphalangealgelenk (PIP). Die Krallenzehe charakterisiert sich im Unterschied zur Hammerzehe durch Hyperflexion im DIP.

Behandlung
Konservative Therapie
Die Indikation hierfür besteht bei passiver Redressierbarkeit. Im frühen Stadium wird mit Hilfe der Physiotherapie und der Podologie versucht die Symptome zu mildern und eine Progredienz zu verhindern.

Die Orthopädietechnik bietet die meisten Möglichkeiten: Einlagen mit retrokapitaler Abstützung, geweitete Fusskappe, redressierende Schienen und Verbände sowie Orthesen.

Operative Therapie
Bei flexibler, korrigierbarer Fehlstellung können Sehnentranspositionen oder die Operation nach Weil durchgeführt werden. Bei Kontrakturen sind die Operationen nach Hohmann oder Resektionsarthroplastiken die Techniken der Wahl.

Quelle: Wikipedia